Die Weihnachtsgeschichte

Wo ist er ....

Es ist August im Jahre 2000. Wir schreibt den 20 Tag im  Monat. Ich radle durch die Stadt und halte Ausschau. Da

steht es das Schild. Es ist schon ungewohnt es aus dieser Perspektive zu sehen.  Aus dem Auto heraus ist die Sicht auf

die Straße und Umgebung eben anders. Wo ist dieser….? Wo steht er jetzt schon wieder ? Ah da ist er der

Fahrradständer. Verdammt warum passiert mir das immer, dass ich mich beim radfahren verhedle und durch das

Fluchen wird es auch nicht besser. Hochsommer und die Temperatur geht auf die  40 Grad zu. Ich ermahne mich

gerade selbst  Cleo... bremse.. bremse.. Ich ziehe  die Handbremse und trete in den Rücktritt. Huch, gerade noch

geschafft. Stellte mein Fahrrad ab und suchte in meiner Tasche nach einem Taschentuch. Ich hatte schon Zuschauer

die sich über meine Verrenkungen lustig machten. Die  Bewegungen ähnelten  fast einer Balettauffaufführung (etwas

zu hoch gegriffen - hätte aber sein können. Ein kleiner Höhenflug sei an dieser Stelle erlaubt aus.) Meine Tasche, die

etwas größer ausgefallen ist ähnelt einer Reisetasche.Ich habe das Gefühl immer tiefer mit demArm abzutauchen

und mich dabei im Kreis zu drehen. Ich erschrack, denn als ich mich umdrehte stand  plötzlich ein kleiner Junge vor

über den ich fast  stolperte . Er schaute mich an und  kniff mich ins Bein. „Hey du warum kneifst du mich“ ? Da

schauten mich zwei Augen fragend an,„Ich wollte dich fragen warum du so eine riesige Tasche hast“.  Du bist aber

neugierig - dachte ich mir. Ich habe viele Tücher hier drin,  die ich gerade suche wollte um dir das Schlumpfeis  vom…

(noch nicht zu Ende gesprochen) … zu spät das blaue eingefärbte Eis fand schon den Weg auf meinen Fuß. In diesem

Moment wünschte ich mir eine Telefonzelle wie Dr.Woh mit der ich weg fliegen könnte.  Meine frische in Grün

lackierten Fußnägel  trugen jetzt die Farbe blau. Und die neuen Zehen-Riemchen-Sandalen wurden mit eingefärbt.

Ich wollte eigentlich böse werden. Setzte mich genervt  auf den Bordstein um mich zu säubern. Er setzte sich neben

mich hielt mir seine kleine kleberige Hand hin – ich ergriff sie mit den Worten  ich bin Cleo und ich Paul. Er lächelte

mich an und mir wurde ganz warm um mein Herz. Doch einen Gedanken konnte ich nicht loswerden.  Oh man was

klebte diese kleine Hand. Ich wurde beim Nachdenken gestört. Denn es schossen mir so viele Wörter entgegen. Ich

dachte in diesem Moment ein Wörterbuch hat sich selbstständig gemacht. Ich atmete erstmal tief durch. Wir kamen

ins Gespräch. Er erzählte mir das ihn meine rote Brille irgendwie magisch angezogen hat und er beobachtet habe das

wenn ich in dieser meiner Riesen Tasche umherkrame die Augen zu mache. Ich dachte mir eins zu null für dich Paul .

Ich wurde nachdenklich über das war Paul mir dann erzählte  Er seit 2 Wochen jeden Tag alleine von zu Hause, das

im Wohngebiet hinter diesem  rissigen Geschäft ist wohnt. Ich frage ihn warum das. Ich dachte er wäre wieder da..

der Weihnachtsbaum. Mama lacht immer und sagt aber  Paul es s ist  doch erst August. Aber im letzten Jahr waren

schon hier im Schaufenster. Ich holte aus meiner  Tasche das  Handy  und suchte nach dem gewissen Bild. Paul fragte

mich was machst du da.  Ich konnte ihm keine Antwort geben bis ich dann  eine kleine Aufschrei los llies "JA" hier ist

er. Ich zeigte es Paul und seine Augen fingen an zu leuchten und es kamen kleine Tranchen und er sagte zu sich selbst

ich wusste es. Paul jubelte und stand auf und hüpfte wie ein kleiner Flummy  auf dem Parkplatz hin und her mit dem

Bild des Weihnachtsbaumes und lachte und sagte .. ich habe diesen hier im vergangen Jahr genau hier stehen sehen..

es gab ihn wirklich  Ich stand auf und sagte zu ihm ja  es gab ihn hier im Schaufenster Ende August. Ich hatte zufällig

diesen Baum ausgedruckt weil ich im vergangen Jahr daraus Weihnachtskarten gemacht habe. Ich holte das Bild aus

meinerTasche und hielt es ihm hin Paul wenn du magst darfst du das Bild behalten. Er stand auf einmal  ganz ruhig

und sagte „ Danke“.   „Wofür bedankst du dich“ wollte ich wissen. „Für diesen Weihnachtsbaum“ Ich wusste nicht was

er meinte. Er hob sein gesenkten  Kopf und seine Augen an zu leuchteten „Wir hatte noch nie einen Weihnachts-

baum, aber jetzt habe ich meine eigene. Ich bekam Gänsehaut bei fast 40 Grad im August. Kaum hatte ich mich

weggedreht  war er auch verschwunden. Der Gedanke an diesen kleinen Menschen mit seinen traurigen und auch

fröhlichen, leuchteten Augen lies mich nicht mehr los. Ich musste zugeben das er mein Herz berührt hat und ich

ertappte mich dabei das ich immer wieder an diesen Ort fuhr in der Hoffnung ihn wieder zu treffen. Die Hoffnung

hatte ich schon aufgegeben. Dann am 21 Dezember im Supermarkt  Aua es kniff mich jemand am Bein schaute nach

unten und ich schmunzelte da war Paul .. wo kommst du denn her. Seine Antwort  „Von Zuhause“ und sah ungläubig

in meinem Korb und wiedernach oben zu mir. In diesem Moment habe ich mir gewünscht zu wissen was so ein

kleiner Mensch denkt.Ich stand vor dem Prozente Korb und sah ihn dort liegen. Schaute nach links und rechts die

Luft war rein. Ich griff ganz vorsichtig in Korb nahm ihn vorsichtig hoch und legte ihn ganz sanft in meinem Korb ab

und seufzte . An der Kasse angekommen. Paul stand immer noch bei mir legte ich IHN ganz andächtiges auf dieses ….

das Laufband. Ganz vorsichtig das nichts passieren kann. Ich kam langsam ins Schwitzen den das Laufband fing an

zu ruckeln. Nein bitte nicht - puh nochmal gut gegangen. Wieso grinsten alle in der Schlange hinter mir und Paul

schüttelte immer noch den Kopf. Das Lied oh du fröhlich kam durch die Lautsprecher . Die Kassiererin rief dann quer

durch den Laden. Erika was kostet dieserOsterhase. Ich musste sie  verbessern nein es ist nicht einfach nur ein Hase ..

er ist Lila und Schmunzelt. Das Gelächter war groß und Paul sagte nur ein  Osterhasen .Ich wusste nicht so recht was

ich antworten sollte und packte alles in meinen Korb. Zumindest eins hatte ich geschafft, die gestressten Personen im

Laden hatte ich ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Ich verließ den Laden mit „Frohe Weihnachten“ und fast wie aus

einem Mund kam„Frohe Ostern“ ich lächelte und sagte Danke.  Paul kam hinter mir her stellte sich  vor mich und

sagte . „weißt du Cleo  du kaufst Osterhasen zu Weihnachten - trägst ein Bild mit dem Weihnachtsbaum im

Hochsommer bei Dir. Ich habe mir immer einen Weihnachtsbaum gewünscht zu Weihnachten. Du hast mir diesen

Baum im August geschenkt. Und ich bin froh darüber. Jetzt ist mein Weihnachtswunsch wieder frei geworden. Ich

wollte was sagen doch Paul hob seine kleine Hand und sagte mit fester Stimme. Ich habe mir gewünscht dich

nochmal zu sehen um Danke sagen zu können. Ich schaute fragend. Das schönste Geschenk für mich ist das wir uns

kennen gelernt haben. Er drückte mich ganz fest und ging ohne sich umzudrehen. Ich ging jedes Jahr am 21.

Dezember zu diesem Supermarkt. Kein Paul. 15 Jahre später trafen wir und doch. Dort am Supermarkt. Er hatte

einen kleinen Weihnachtsbaum in der Hand und einen Umschlag mit 15 Weihnachtskarten die für mich waren.Er

erzählte mir das er nie erfahren hat wer ich war. Jedes Jahr war er hier. Doch am 20. Dezember. Wir mussten lachen.

Heute stand ein junger Mann -20 Jahre alt mit einem kleinen Weihnachtsbaum vor mir und ich musste mich

hochstrecken um ihn zu umarmen – wie er damals beimir. Ichsagte Danke das wir uns wieder gefunden haben.

 

Frohe Weihnachten      (copyright by beate hilker 2018)

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